Archiv für Juli 2009

Bericht Garteneinsatz am 24.07.2009

Heute wollen wir uns mit dem Boden beschäftigen. Wir hatten uns dazu vorher ein Konzept überlegt wie wir mit den Kindern zusammen den Boden untersuchen und seine Bestandteile bestimmen können. Besondere Schwierigkeit war dabei für uns ein padagögisches Konzept zu entwerfen was die kinder auch anspricht und dabei viele Erkenntnisse für sie liefert. Wir haben dazu im Vorherein einige Gefäße mit unterschiedlichen Bestandteilen (Sand, Wasser, Mull, Äste, Laub, Bodentiere, Steine, Wurzeln, Müll (!)) angelegt. Zuerst gaben wir den Kinder jeweils eine Handvoll Erde und sie sollten bestimmen was dort so alles enthalten ist. Sie hatten dazu schon viele Bestandteile bestimmen können (Steine, Sand, Äste, Wurzeln, Regenwürmer). Wir zeigten ihnen anschließend die restlichen Bestandteile (einige fehlten natürlich noch, wie zum Beispiel Ton). Diese wollten wir dann in ausreichender Zahl sammeln und damit eine neue Erde anmischen. Nach einer langen Endeckungstour durch Erdhügel und alte Laubhaufen hindurch hatten wir eine ausreichende Menge gesammelt und mischten alles zusammen. All dies machte den Kinder sehr viel Spaß, sie konnten wie im Sandkasten herumgraben und jeder dabei noch für sich hochinteressante Dinge entdecken. Ein Kind interessierte sich zum Beispiel für Steine und sammelt viele zusammen und konnte dabei einen sehr schönen Glimmerschieferbrocken entdecken.

Als zweite Aktion widerholten wir die Kresseanzucht in Bechern, dazu wurde wie beim letzen Mal mit der anderen Gruppe ein kleines Plastikgefäß mit Küchenpapier ausgelegt, befeuchtet und mit Kressesamen bedeckt. Diese nahmen die Kinder mit nach Haus um die Samen beim Keimen zu beobachten und die Pflanzen zu pflegen und zu essen.

Anschließend gingen wir zu den Kinderbeeten, die leider durch einige Menschen von benachtbarten Sportplatz beschädigt wurden. Wir ernteten dort die letzten Erbsen und begutachteten das Wachstum der Tomaten, Zucchinis, Zwiebel und Radieschen.
Nach diesem gingen wir alle aus dem Garten heraus, ein paar Kinder ergriffen noch die Möglichkeit Kreidebilder zu malen und andere machten Wettrennen auf der 100m Bahn.

Damit war der heutige Einsatz beendet.

Bericht Kindertreffen vom 16.07.2009

Wir haben die 10 Kinder und ihre Erzieherin um ca. 9:30 Uhr von der Kindertagesstätte abgeholt. Auf dem Weg haben wir noch Pflaumen vom Baum gepflückt und den Kindern angeboten. Ihre Reaktionen waren eher verhalten. Nur 4 Kinder wollten probieren. Danach gab es eine kurze Vorstellungsrunde, bei der die Vorhaben für den Tag besprochen wurden und es wurde kurz rekapituliert, was das letzte mal geschehen ist (Zwiebeln, Erdbeeren & Tomaten pflanzen).

Im Garten wurde dann erst die Beete angeschaut, die Bedeutung der Blüte, besprochen und anhand von Geruchs- und Geschmacksproben die Pflanzen bestimmt (Tomate, Dill, Zwiebel). Von großem Interesse waren die Pflanzen, die mit den Kindern das letzte mal gepflanzt worden sind. Im Anschluss wurden alle Beete mit gegossen, unter Zuhilfenahme von kleinen Gießkannen, die die Kinder aus der Tagesstätte mitgebracht haben. Die Kinder mussten sich abwechseln, da nicht genügend Kannen vorhanden waren. Außerdem wurden die Pflanzen mit Pflanzenjauche gedüngt und kurz erklärt, warum Pflanzen Dünger brauchen. Teilweise gab es Ablehnende Reaktionen, wegen des abstoßenden Geruchs.

Nach dem bearbeiten der Beete haben wir Kresse-Töpfchen mit den Kindern vorbereitet und bestellt, die sie mit nach Hause genommen haben. Eine kleine Schwierigkeit stellte es dar, nach dem anfänglichen „Was brauchen Pflanzen zu leben?“, zu erklären, warum Kresse mit den Reservestoffen aus dem Samen, dem Wasser und dem Küchenpapier, ohne Erde auskommt. Die Kinder waren sehr darauf bedacht viele Samen in ihren Topf zu bekommen. Das führte teilweise zu kleineren Händerangeleien in den Saatgutbehältern. Das Erwähnen des täglichen Gießens mit 1-2 Löffeln Wasser zur Kulturanleitung war ein weiterer Schwerpunkt.

Zum Abschluss haben wir alle gemeinsam mit Straßenkreide auf dem ehemaligen Schulhof, neben dem Garten gemalt. Es sind Bäume, Blumen, Häuser und allerlei Krams entstanden. Nachdem die Lust daran vergangen ist (bei einigen schneller, bei anderen langsamer), ist der Behälter mit der Jauche untersucht worden und dabei haben wir Larven gefunden (von Bremsen?). Interessant fanden die Kinder dann auch den Pflaumenbaum und die Pflaumen. Sie wurden Hochgehoben und konnten selbst Pflücken.

Nach kurzem Händeschütteln und Bedanken sind die Kinder gutgelaunt und mit Pflaumen und Kressetöpfen beladen zurück in die Kindertagesstätte gegangen.

Bericht Kita-Einsatz am 01.07.2009

Bei morgenlicher Sommerhitze haben wir uns diesmal um 9:30 mit 13 Kindern der Kita getroffen. Die heutige Gruppe war noch nicht im Garten so dass wir erstmal eine Kennenlernrunde gemacht haben. Wir stellen uns dabei alle mit Namen vor und berichteten ob wir zuhause einen Garten haben.
Bei der Runde kam heraus, dass 4 Kinder einen eigenen Garten haben, zwei weitere haben Großeltern mit Garten und drei einen Balkon mit Blumen, Tomaten und Erdbeeren und ein Kind ohne Balkon und Garten. Dementsprechend wussten die meisten Kinder auch trotz ihren jungen Alters (3-5 Jahre) schon einiges über Pflanzen, Gemüse und Obstarten und Blumen.

Weil in einem Beete die Kürbisse nicht gut gewachsen sind haben wir dort heute Blumen in einer Reihe angesäät. Dazu musste erst einmal das Beikraut weggezupft werden und der Boden gelockert werden. Das Jäten funktionierte sehr gut, die Kinder konnten genau zwischen den gewollten Pflaanzen (Erbsen und Dill) und der den Beikräutern unterscheiden. Die Bodenlockerung verlief leider nicht so schnell so dass wir den Kindern dabei geholfen haben.
Anschließend wurde eine Reihe gezogen und die Kinder konnten dort die von ihnen ausgesuchten Blumensamen aussuchen. Neben viele n Bodendeckenden Blumen haben wir auch Lupinen ausgesäät die den doch ziemlich kargen Boden verbessern sollen.
Nach der Aussaat wurden die Reihen mit Erde bedeckt und leicht angedrückt und anschließend gegossen.
Anschließend und zwischendurch gingen die Kinder in den Heckstreifen nördlich der Beete von dem sie schon von den anderen Kindern aus der Kita gehört haben. Es halten sich hartnäckige Gerüchte dass dort ein wildes Tier, ein Löwe oder Bär hausen soll. Ein Bienenkasten wurde dabei schon gesichtet, vermutlich wurde das Tier durch den Honig angezogen? Eine Erkundungsgruppe konnte dazu trotz waghalsiger Kletteraktionen keine eindeutigen Erkenntnisse liefern.