Archiv für Mai 2009

Reifen-Pferdeschaukel selber machen

Was kann mensch von alten Reifen machen? Ein Schaukel fürs Garten zum Beispiel!

== Material ==

* Ein gebrauchter Autoreifen (bei jeder PKW-Werkstatt umsonst erhältlich)
* 4 Metallstangen mit Gewinde und Schraubenmutter auf jeden Zipfel
* 1 Große Schraube mit Schraubenmutter
* 1 langes Seil
* 1 alte Besen oder so was um die Mähne zu bilden

== Werkzeuge ==

* 1 (elektrische) Metallsäge
* 1 Bohrmaschine (oder 1 große Schere)
* Kreide zu markieren
* Arbeitshandschuhe

== Hinweis ==

Autoreifen sind nicht nur aus Gummi hergestellt sondern auch aus zähe Faden und Draht. Reifen schneiden braucht manchmal viel Kraft, Vorsicht sich nicht zu verletzen!

== Und so geht es: ==

* Zunächst der Reifen reinigen.

* der Reifen wie auf die Abbildung am Winkel auf ca 2/3 vom Zirkel sägen (für den Sattel sollen ca. 30-40cm bleiben):
** Erstmal mit Kreide markieren,
** mit der Bohrmaschine ein Loch bohren, damit die Säge reinbeißen kann.

* Dann „Kopf“– und „Schwanz“-teile trennen und umformen:
** Um ungefähr 1/3 vom gefreiten flachen Band senkrecht sägen

** Der Schwanz auf die Hälfte von der Lange von ca. 3-4 cm ausmeißeln (es hilft fürs Falten)

** 2 Ohren auf den Kopfteil schräg schneiden, damit auch der Kopf sich natürlich faltet. Vorsicht, genug Abstand behalten sonst fällt der Kopf lächerlicherweise…

** der Maul umformen, sei kreativ!

* An diesem Punkt die Seitenflächen feilen damit keine Drahtspitze bleibt

* Dann wird der Pferdekopf anhand Metallstangen geformt:
** Zunächst der Reifen umkehren
** Die erste Stange kommt in der Mitte des Sattels
*** Auf jede Seite ein Loch bohren
*** Die Stange reinstecken
*** Die Schraubenmutter anschrauben

** Ähnlich geht es für die Stange im Maul, die im oberen Teil des Hals und die letzte im unteren Teil des Hals

** Eine Risse im Hals schneiden und die Mähne reinstecken, oder einfach die Mähne aufkleben.

* Dann der Schwanz umformen:
** der schmale Teil des Schwanzes falten, um eine Schleife zu bilden
** Anhand der große Schraube festbinden

* Und endlich kommt das Seil:
** ein Ende durch die Schleife am Schwanz führen und binden
** ein großes Loch am Schopf bohren
** das andere Ende des Seiles im Loch reinstecken und verknoten

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Quelle: www.le-site-cheval.com

Mit Genehmigung der Autorin

Bericht vom KiTa-Treffen vom 19.05.09

Wir haben die Pflanzen und anderen Utensilien aus dem KUBIZ in den Garten geholt und morgens um halb neun dann 8 Kinder (nur Jungen), im Alter von 5-6 Jahren, aus der KiTa abgeholt und sie zusammen mit der Erzieherin zu unserem üblichen Treffpunkt geführt. Nachdem alle auf der großen, bereits vorbereiteten, Decke Platz genommen hatten, haben wir mit einer Vorstellungsrunde begonnen, in der jeder seinen Namen nannte, sein Lieblingsgemüse und ob er zu Hause einen Garten besitzt. Die Antworten waren verschieden, fünf von den acht Kindern hatten keinen Garten zur Verfügung und zwei bei den Großeltern. Zu ihrem Lieblingsgemüse zählten unter anderem Erdbeeren, rote Paprika, Mohrrüben, gelbe Paprika, Sauerkraut und Cornflakes (Mehrfachnennungen bei den ersten drei). Danach haben wir eine Schale mit einer frisch aufgeschnittenen Gurke und ein Glas mit kleinen Gewürzgurken in die Runde gereicht und jeder konnte sich ein Paar Häppchen nehmen. Währenddessen wurden die Kinder gefragt, was sie denken, warum wir ihnen dieses Gemüse als zweites Frühstücke geben. Die Antwort darauf war: „Weil es gut schmeckt“. Unter anderem auch deswegen, aber unser Hauptanliegen war an diesem Tag mit den Kindern die schon vorgezogenen Gurken und Zucchinis zu Pflanzen. Außerdem stand auf dem Tagesprogramm das „Indianerbeet“, nach altem Inka-Vorbild, anzulegen, in dem Bohnen rund um eine Maispflanze hoch wachsen sollen. Nachdem diese Pläne mit den Kindern besprochen waren und erklärt war, dass wir die Pflanzen schon mit der ersten Gruppe gesät/vorgezogen hatten, haben wir sie noch danach gefragt, wie eine Pflanze aussieht und was sie zum Leben braucht. Die Antworten waren alle ziemlich schnell gegeben (Wurzeln, Blätter, Blüte, Stängel, Wasser, Erde, Luft, Sonne). Außerdem wurden die Kinder befragt, ob sie wüßten, wie eine Pflanze entsteht und wo die Samen herkommen. Die Kinder wußten Bescheid, dass die Pflanzen aus Samen kommen, die man in die Erde Steckt, als „Ursprungsort“ jener wurde der Supermarkt genannt. Daraufhin haben wir ihnen die Gurke gezeigt und erklärt, dass sie von dort in den Supermarkt kommen. Nun wurden auch die Bohnen und Maiskörner umher gegeben. Das sorgte für kurzes Erstaunen (Echt?).

Den theoretischen Teil beendet, ging es nun an die Arbeit. Jedes der Kinder hatte eine eigene Schaufel mitgebracht und auf jeden Erwachsenen Teilnehmer vielen ein bis zwei Kinder, denen erklärt wurde, wie groß das Pflanzloch sein muss und wie die Gurken und Zucchinis nachher aus der Erde schauen müssen. Nach dem Pflanzen wurde gegossen, wobei der Besitz von nur einer kindgerechten Gießkanne wieder zu ein bisschen Unruhe führte. Man musste einige etwas wildere Kinder mehrmals ermahnen nicht durch die Beete zu trampeln. Im Anschluss wurden gleich die kleinen Maispflanzen in das Nachbarbeet gesetzt und um jede im Kreis fünf Bohnensamen. Nach dem Gießen, das ja zeitlich versetzt erfolgte, stand wildes Getümmel und Getobe im Gebüsch des hinteren Gartenteils an. Schnecken und anderes Kleingetier wurden gefunden und mit mehr oder weniger Begeisterung in die Hand genommen. Der Kompost wurde im Vorbeigehen bemerkt und mit leichtem Ekel und Geruchsbelästigung verbunden schnell wieder vergessen. Nach ca. 10 Minuten war es dann wieder Zeit in die KiTa zurück zu kehren. Die Kinder nahmen ihre Schaufeln und wir verabschiedeten uns am Tor.

Neuer Garteneinsatz am Sonntag den 17.05 ab 13:00

Zum Beginn der frostfreien Jahreszeit gibt es noch einige Pflanzen die jetzt draußen ausgesetzt werden können. Wir haben dazu noch einige Physalis und viele Paprika- und Tomatenpflanzen im Haus die schon langsam das spargeln anfangen. Wir freuen uns über unterstützung und neue Interessierte und wollen neben der Arbeit auch Kuchen essen uns über das Gartenprojekt und anderes austauschen.

tomaten

Bericht vom KiTa Treffen Nummer 2 am 30. April 2009

Nach einem kleinen organisatorischen Problem begann der zweite Garteneinsatz mit Kindern (8 Kinder aus neuer Gruppe) leicht verspätet.
Wie beim ersten Treffen begannen wir mit einer Vorstellungsrunde, nach dem die Studenten ihren Namen gesagt hatten, waren die Kinder dran, ihren Namen zu sagen und eine Gemüse oder Obstsorte, die sie gerne mögen und kennen. Die Erzieherin erweiterte die Vorstellung um die Frage, ob die Kinder einen Garten besitzen. Alle Kinder nannten Erdbeeren, als Obst, dass sie gerne essen und zwei Kinder erweiterten ihre Antwort auf Kirschen, drei Kinder nannten Tomaten. Tomaten und Erdbeeren standen mit auf der Decke auf der wir saßen, sie waren als Anschauungsmaterial für die Einleitung gedacht. Fünf der Kinder antworteten, dass sie einen Garten zu Hause hätten, von denen wiederum gehörte dreien der Garten der Oma und zwei haben einen über die Eltern. Drei Kinder haben keinen Garten, z.T. aber Pflanzen auf dem Balkon.
Nach dem jedes Kind sich vorgestellt hatte, boten wir ihnen die Tomaten und Erdbeeren an, die gerne gegessen wurden.

Erdbeerenverkostung

Dabei zeigten wir ihnen vorgezogene Tomatenpflanzen, die Kinder rochen daran und an hand einer zerdrückten Tomate zeigten wir ihnen, wo der Samen herkommt, aus dem die Pflanze wächst.
Die in Töpfen wachsenden Erdbeerpflanzen wurden an den Blüten auf ihren Fruchtansatz untersucht.
Anschließend begann die Arbeit am Beet. Nach einer Demonstration sollten die Kinder Tomatenpflanzen an gekennzeichneten Stellen einpflanzen. Dabei wurden sie von den Studenten unterstützt. Der Ablauf sah folgendermaßen aus: Kind macht ein Loch, Tomate wird bis überhalb der Keimblätter in die Erde gesetzt, Loch Kind schließt Loch, gießt die Pflanze und steckt ein Stöckchen neben sie in die Erde. Dies lief komplikationslos ab.

tomaten

Auch das folgende Einpflanzen von Erdbeeren nach dem gleichen Schema lief gut.
Etwas chaotisch wurde es dann, als die Kinder Zwiebeln zwischen die Erdbeeren und anschließend im ganzen Beet setzten. Die Abstände wurden zu eng, stämdig wurde nach der einzigen kleinen Gießkanne gerufen.
Nach ca 20 min ließ das Interesse der Kinder am Zwiebeln setzen nach und einige begannen den Garten selbstständig zu erkunden. Sie entdeckten im hinteren Bereich eine „Höhle“ in die bald alle Kinder verschwunden waren.
Nach einiger Zeit holten wir sie wieder zurück zur letzten Aktion, es sollte Luzerne gepflückt und als Mulch auf dem Beet, in das von den Kindern Tomaten, Erdbeeren und Zwiebeln gepflanzt worden waren, verteilt werden. Die Kinder pflückten eifrig Luzerne und hatten schnell einen großen Haufen zusammen.

abschied

Nachdem wir uns nach einer Fahrt auf dem Mattenwagen am Tor des Gartengeländes verabschiedet hatten, besprachen wir Studenten den Ablauf des nächsten Treffens, auf dem das „Indianer-Beet“ angelegt werden soll, d.h. ein Beet auf dem in Mischkultur Mais, Bohnen und Kürbisse wachsen.