Archiv für März 2009

Bericht von 22.03.2009

Heute war leider Nieselregen und ziemlich kühle Temperaturen, so dass wir erstmal entschlossen im Haus zu bleiben. Wohl auch wegen des blöden Wetters waren nur insgesamt 8 Personen gekommen.

Regen

Nachdem wir uns eine Weile über Gartenprojekte in Berlin (Laskerwiesen und Freiramlabor)
unterhalten hatten, gingen einige der Beteiligten in den Garten und andere blieben im Haus um Kräuter und Blumen für den Garten vorzuziehen.
Es wurden in verschiedene Töpfe Prachtscharte, Astern, Echte Kamille und Prachtwinde ausgesäät.

Im Garten setzen wir die Anfänge des letzten Einsatzes draußen fort. Es wurden weitere Bereiche für Beete freigelegt und die Wurzelstöcke der Hecke und des Knöterichs ausgegraben. Mit der neuen Spitzhacke ging das ganze auch schon viel besser und schneller.

Beete anlegen

Die Wurzeln des Sachalin-Knöterichs haben wir vorsichtshalber in der Restmülltonne entsorgt, damit sich diese nicht wieder ausbreitet. Als wir mit der Rodung fertig waren, ebneten wir die entstanden Löcher ein und streuten zum Schutz des freigelegten Bodens altes Laub darüber. In manchen Laubhaufen war der Rotteprozess schon soweit fortgeschritten dass sich einzelne Regenwürmer darin tummelten.
Mit den restlichen ca. 100 Steckhölzern (Stachelbeere, schwarze Johannisbeere und rote Johannisbeere) wurde in dem gerodeten Bereich unter den Kornellkirschen ein Anzuchtbeet angelegt.
Auf dem gesamten hinteren Gelände wurden zudem mehrere große Säcke voller Müll eingesammelt und entsorgt.

Als wir den freigelegten Hang so sahen, kam die Idee auf, dort einen Weinberg mit den bereits gesetzten Steckhölzern zu verwirklichen. Dieser könnte wir in manchen Gegenden üblich in einer Art Mischkultur gleichzeitig als Gemüsebeet benutzt werden. Weil darüber widersprüchliche Informationen (http://www.bio-gaertner.de/Articles/I.Pflanzen-dieDatenbank/Beeren/Weinreben.html) verfügbar sind, wäre auch ein interessantes Experiment, welche Gemüse und Gewürze sich mit den Weinpflanzen vertragen. Es gab das Interesse das Projekt perspektivisch (in einem Jahr) dort anzufangen.

Im Anschluss an das Treffen haben wir noch über die Rückmeldung von einem ehemaligen Beteiligten des Gartenprojektes gesprochen. Leider waren in dem Text so viele krude Verschwörungstheorien und Beleidigungen enthalten, dass die Beteiligten für die Realität nur wenig daraus ziehen konnten.

Gute Neuigkeiten gibt es hingegen von den angesääten Paprikas und Tomaten, sie wachsen munter in den Frühling hinein.

Tomaten und Paprikas keimen rechtzeitig zum Frühlingsanfang
Paprika

Garteneinsatz 28.02.09

Vorbereitung

Zur Vorbereitung des Treffens wurde im Stressfaktor bei urbanacker.net und auf der Kubiz homepage Werbung für den Termin gemacht. Es wurde überlegt welche Tätigkeiten zum derzeitigen Zeitpunkt am besten sind weil manche Dinge nur schwer machbar sind solange das Gelände zum Bezirk gehört. Wir überlegten uns deshalb vor allem den Kompost weiterzubauen, Beete anzulegen und Gemüse für die Anzucht im Haus anzusäen. Für den Einsatz draußen wurden dann noch mehr Heckenscheren und ein Spaten gekauft, weil diese beim letzten Einsatz zu wenig vorhanden waren.

Kompostbau:

Phillip hatte sich vorher mit Literatur über das Thema Kompostbau vorbereitet und es konnte so mit dem Wissen von ihm der Kompost koordiniert angelegt werden. Zuerst wurde eine etwa 10cm tiefe 1m x1m große Grube ausgehoben und die Erde auf einem Hügel zwischengelagert. Nun wurde eine erste Schicht aus verholzten Pflanzenteilen in der Grube verteilt. Anschließende wurden Schichten aus den beim vorherigen Treffen gesammelten Pflanzenteilen, Gras und Laub darüber angelegt. Zwischen diesen wurde jeweils die ausgehobene Erde, Gesteinsmehl und Kalk zur Pufferung der Bodenverhältnisse verteilt. Aufgrund der Problematik des wahrscheinlich zu weiten C/N Verhältnisses wurde nach einer Höhe von 40cm der Kompostbau erst einmal belassen und es muss nun erst eine Schicht mit stickstoffreichen Material darüber verteilt werden

Beete anlegen:

Im hinteren Teil des Grundstückes gibt es eine Mauer die sich über eine Länge von etwa 30m erstreckt. Oberhalb dieser ist aktuell noch ein Bewuchs von verschiedenen Sträuchern. Die Idee war, diesen Teil zu Beeten umzuwandeln, da diese dann ähnlich wie Hochbeete gut erreichbar für Gartenarbeiten sind. Es gab die Überlegung ein paar bestimmte Büsche stehen zu lassen, konkret waren das mehrere Kornellkirschen und ein Haselnussstrauch. Die Rodung betraf vor allem viele Berberitzen und einige Wurzelstöcke von Sachalin-Knöterich die wir auf einem Haufen zwischenlagerten.
Dies dauert wegen der vielen Stacheln an der Berberitze und den sehr massiven Wurzelstöcken des Knöterichs relativ lange so dass wir am Ende nur eine Fläche von ca. 5 × 3 m schafften freizulegen. Anschließend wurde diese Fläche noch mit vertrockneten Stängeln des Knöterichs gemulcht.

Anlegen des Hochbeetes

Gemüse vorziehen

Das Treppenhaus des KuBiZ ist durch die großen Fenster recht hell und hatte sich schon im vorherigen Jahr als gut für das Vorziehen von Paprikas, Tomaten, Physalis und Auberginen geeignet gezeigt. Es wurden dieses Mal in mehreren großen Balkonkästen Tomaten (Sorte Reisetomate), Paprika (Sorte Szederiner) von Dreschflegel aus der Ernte vom vorherigen ausgesäät. Bei den Paprikas kamen allerdings auch noch durch ein Versehen einige Samen aus Paprikas vom Bioladen hin wo wir nicht wissen was das Ergebnis sein wird. Zusätzlich sääten wir noch Auberginen in einen der Kästen an.

Feedback

Als positiv wurde von Beteiligten festgestellt:

• Das Werkzeug war in einer Ausreichenden Zahl vorhanden
• Selbstständiges Arbeiten an den verschiedenen Vorhaben
• Gute Atmosphäre und es wurde viel Neues durch die vielen Gespräche und Diskussionen gelernt

Als negativ wurde von den am Einsatz Beteiligten bemerkt:

• Status des Geländes weiterhin nicht durch das Kubiz abgesichert weil noch Verhandlungen laufen
• Unvorsichtiger Umgang mit Werkzeug und schlechte Qualität des Spatens der obwohl neu gekauft sofort abgebrochen ist.
• Zu wenig Planung im vornherein, z.B. wären mehr Infos über den Sachalin Staudenknöterich gut gewesen
• Ein Häcksel wäre gut um das anfallende Pflanzenmaterial besser zu kompostieren
• Mehr Absprachen über das Gartenprojekt insgesamt
• Grenzen zu anderen Projekten transparent machen (Wagenplatz, Werkstätten, Café)

Nächste Treffen:

16.03. 14:00 Vorbereitungstreffen Studienprojekt
22.03. 12:00 Garteneinsatz