Archiv für Februar 2009

Garteneinsatz vom 7.02.2009

An dem Samstag fand ab 12 Uhr zunächst ein Treffen mit allen Interessierten der Gartengruppe statt.
Zu 5-8 Personen begannen wir das Gelände des KuBiz für das Gartenprojekt vorzubereiten. Dazu räumten wir Müll, Steine, Geäst und anderes von der linken Seite des Hofes weg.

Putzaktion

Wir schnitten Sträucher zurück, begannen im hintersten Teil des ehemaligen Schulhofs eine Fläche für den Kompost zu gewinnen und es entstanden die ersten Abgrenzungen der Wege, an der Mauer zum Nachbargrundstück wurden die ersten Weinstecklinge gepflanzt.

Steckhölzer von Wein, Heidelbeeren  und Johannisbeeren

Im Anschluss an die praktische Arbeit setzen wir uns zusammen und reflektierten den Tag, stellten neue Pläne auf und in Anschluss kümmerten wir uns als Studenten um die weitere Planung des Studienprojekts. Zu dem Treffen war unsere Gruppe bereits auf 5 Studenten gewachsen, in dem Gespräch wurden wir durch Anregungen und Pläne der einiger anderer Garteninteressierter unterstützt.
Die Planung der vielfältigen Ideen beschränkten wir in dem Treffen dann auf die Punkte, die aktuell schon durchgeführt werden können, da es noch Einschränkungen gibt, was grobe Veränderungen des Geländes betrifft. So soll beim nächsten Treffen, der Kompost weiter aufgebaut werden, um dessen Theorie Phillip sich kümmern will.
Des Weiteren sollen beim nächsten Mal weitere Hecken und Sträucher zurückgeschnitten werden, um weitere Flächen für Beete zu gewinnen, und im Anschluss daran sollen die Beete abgesteckt werden. Im vorderen Teil des Geländes wird dies bis zum nächsten Treffen bereits durchgeführt.
Für das nächste Treffen am 27.02.2009 ist weiterhin geplant, eine Besichtigung des Nachbarschaftsgartens (hat der noch nen Namen?) an der Buschallee wahrzunehmen, die erfahreneren Gärtner dieses Garten stehen uns auch bei unseren Treffen mit Rat, Tat und Material und viel eigenem Interesse am Projekt zur Seite.
In der Auswertung des Treffens kamen folgende Punkte zum Ausdruck:
Als Positiv wurde die Mithilfe der Buschalleegärtner bewertet, die wie oben angesprochen zu einem Wissenstransfer und produktiver Zusammenarbeit führte.
Weiterhin trug das selbstständige Arbeiten aller Beteiligten zu einem Treffen ohne Komplikationen bei.
Zu verbessern gilt es die Ausstattung mit Werkzeugen, die teilweise sowohl in ihrer Quantität als auch Qualität die Arbeiten leicht erschwerten. In Bezug auf die Materialien fiel die Notwendigkeit auf, dass man einen Raum schaffen müsste, in dem die Geräte für alle zugänglich gelagert werden können. Dort müsse auch die Möglichkeit gegeben werden mit einander zu kommunizieren, wenn alleine oder in kleineren Gruppen Aktionen durchgeführt werden, sprich festzuhalten, wo was gepflanzt wurde, damit andere diese nicht aus Unwissenheit wieder zerstören. Es soll auch eine Liste mit Kontaktdaten hinterlegt werden.
Weiterhin wurde die Tatsache, dass wir heute alles verrottbare Material aus dem vorderen Teil des Gartens in die hinterste Ecke, wo der Kompost entsteht, transportiert hatten, da davon auszugehen ist, das die Qualität des Bodens, der das Gelände bestimmt, für den Pflanzenbau eher unbrauchbar ist, wird es nötig sein, den Kompost wieder zurück auf die Fläche von der er kam aufzubringen. So sollten eventuell manche Aspekte besser geplant werden.
Konkret in Bezug auf das Studienprojekt wurden folgende Punkte besprochen:
- das Studienprojekt soll in das Gartenprojekt integriert sein und nicht unabhängig laufen. Allgemeine Aktivitäten werden begleitet und auch Nichtstudenten sind herzlich dazu eingeladen an der Kindergruppe u.ä. Teil zu haben.
- Organisatorisch müssen noch einige Dinge erledigt werden: wir wollen das Projekt an der LGF weiter vorstellen, um anderen Studenten die Möglichkeit zu geben mitzumachen. Dazu wurden Zettel mit einer kurzen Vorstellung des Projekts in der Uni aufgehängt, auf denen der 28.02.2009 als nächstes Treffen genannt ist, zu dem man sich mit uns und dem Projekt bekannt machen kann. Danach wird das Projekt mit den interessierten Studenten endgültig begonnen. Wer dann in der Gruppe ist, soll eine Kontinuität in der Mitarbeit aufbringen.
Nach der Gruppenfindung ist es auch unbedingt notwendig, das Projekt zu definieren und die Zielstellung auszuarbeiten. Bis zu dem Treffen am 28.02.2009 hat jeder der bisher involvierten Studenten die Aufgabe sich seinen thematischen Teilbereich aussuchen und soll wissen, was er wie erreichen möchte. Theoretische Ausarbeitungen zu den Themen sollen sowohl den anderen Studenten als auch den Interessierten der Gartengruppe vorgestellt werden. Eine Idee war es, zu den Problematiken, die uns während unseres Projektes begegnen, über die Informationsquellen, die uns in der Universität zur Verfügung stehen für alle Beteiligten zugängliche Übersichten/Zusammenfassungen/Vorträge etc. auszuarbeiten.
Mit zu den Ideen gehört auch, wo sinnvoll, die Universität als solche für Workshops und andere Bildungsangebote ein zu binden.
Das Angebot Bodenproben in den Laboren der LGF zu untersuchen soll wahrgenommen werden, die Durchführung muss organisiert werden.
- zum nachvollziehbaren Ablauf des gesamten Studienprojekts und zur schnellen Kommunikation unter Interessierten sowie zur Präsentation nach außen soll im Internet ein Blog entstehen, in dem Berichte von Einsätzen erscheinen und auch Bilder hereingesetzt werden können. Dieser Blog soll sowohl separat zugänglich als auch zusätzlich in die Homepage des KuBiz eingebunden werden.
Die Berichte werden dazu zeitnah geschrieben.
- Weitere Themen des Abends waren die Suche nach Kontakten mit Tauschringen im Kiez, der Freiwilligenagentur für ehrenamtlich arbeitende Menschen mit Fachkenntnissen, die Suche nach Sponsoren/Stiftungen, die das Projekt finanziell unterstützen.
Zu guter Letzt stellten wir fest, dass es sinnvoll wäre, dem Garten/Gartenprojekt einen Namen zu geben, hatten aber noch keinen konkreten Vorschlag.

Interdisziplinäres Studienprojekt Vorstellung

Treffen vom 20.01.2009

Am Dienstag den 20. Januar fand die erste Ideensammlung zum Studienprojekt statt.
Die Gruppe bestand zu der Zeit erst aus drei Studenten, das Treffen war in der Uni.
Das Ziel des Treffens war es, sich zu überlegen, was alles wann gemacht werden kann und wer welche Rolle übernehmen soll.
Die äußeren Rahmenbedingungen sollen geklärt werden, z.B. der zeitliche Rahmen: wie oft sollen Kindergruppen und andere Aktivitäten abgehalten werden, welche Wochentage sind mit dem Vorlesungsplan in Einklang zu bringen und über welchen Zeitraum soll das Studienprojekt überhaupt laufen.
Wir einigten uns darauf, dass Studienprojekt offiziell zum Sommersemester 2009 beginnen zu lassen und dass es voraussichtlich im Dezember desselben Jahres als Studienprojekt abgeschlossen werden soll.
Ob wir eine Kooperation mit der anliegenden Schule oder dem anliegenden Kindergarten abschließen wollen, die Termine mit den Kindern also an einem Vormittag in der Woche abhalten oder das Projekt mit den Eltern und Kindern auf freiwilliger Basis am Wochenende stattfinden soll, ist noch nicht entschieden. In Zusammenhang damit steht, ob man eine Gruppe gleichaltriger Kinder (und wenn ja ab welchem Alter ist das Projekt mit Kindern durchzuführen) oder Kinder unterschiedlichen Alters nimmt.
Als weitere Frage ergab sich, ob wir eine/n Pädagogisch ausgebildeten Partner/in benötigen, wenn die Gruppe mit einer Schulklasse statt findet, ist dieses wahrscheinlich obligatorisch, auf freiwilliger Basis müssten die Eltern eingebunden werden.
Wir erstellten eine Liste mit Dingen, die durchgeführt werden können und müssen, sie bezogen sich sowohl auf die theoretische Organisation, die von den Studenten erledigt werden muss, als auch auf die praktische Arbeit mit den Kindern.
Zum ersten Punkt gehörte, dass die einzelnen Studenten sich im Gesamtprojekt einen „Fachbereich“ aussuchen, und sich in Bezug auf diesen informieren. Konkret heißt das z.B. dass Michel sich mit dem Bau einer Kräuterspirale auseinander setzt und Philipp die Durchführung des Barfußpfades übernimmt. Weiterhin muss die Werbung für das Projekt eingeleitet werden.
Schließlich kommt auch auf die Studenten ein praktischer Teil zu, dass Gelände muss für unsere und weitere Zwecke nutzbar gemacht werden (siehe 2. Treffen).
Die Ideensammlung, was man mit den Kindern alles machen könnte beinhaltet folgende Punkte:
• Beete anlegen und Pflanzen vorher ansäen (z.B. Kürbisbeet, Sonnenblumen, Erdbeeren)
• Kinder erklären was Pflanzen brauchen
• Kräuterspirale und Kräuter vorher ansäen mit Beschilderung, Bau der Spirale mit alten Gehwegplatten (Recycling)
• Bäume pflanzen und die Pflanzaktion dabei mit einer Aktion verbinden, Beschilderung und Wein pflanzen, um die Beete etwas abzugrenzen
• Tastpfad anlegen
• Betonkästen am Haupteingang begrünen
• Regelmäßige Pflege der entstandenen und wachsenden Pflanzen
• Im Herbst zum Ende des Projekts: Nistkästen bauen/Futterglocken (aus selbst geernteten Sonnenblumenkernen)
• Basteln, Blumentöpfe bauen und Bodenuntersuchung bei schlechten Wetter

Es ergab sich in etwa folgendes Konzept:
Im Rahmen des offenen Gartens im KuBiz Weißensee werden wir als Studenten mit anderen Beteiligten des Gartenprojektes mit einer Gruppe von Kindern an bestimmten Tagen im Garten arbeiten. Dabei sollen oben genannte Punkte durchgeführt werden, zu denen jeder Student seinen Bereich hat, sich speziell darauf vorbereitet, als Koordinator und Organisator für die Ausführung fungiert und dabei von anderen Studenten unterstützt wird.
Unser Ziel ist dabei unter anderem Kindern und anderen Interessierten einen Zugang zur Natur zu geben, den sie aufgrund ihrer städtischen Umgebung nur schwer erreichen können. Zum Beispiel das Wahrnehmen von Gerüchen, das Spüren von natürlichen Materialien wie Erde, Rinde Laub oder Moos und die Erfahrung dass durch das eigene Engagement eine Pflanze entstehen und wachsen kann und dass Nahrung nicht im Supermarkt entsteht.